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Logopädische Störungsbilder - Stottern
Als Stottern bezeichnet man die Unterbrechung des Sprechablaufs, die über die normale Unflüssigkeit, wie z.B. sogenannte Versprecher, Denkpausen oder natürliche Unterbrechungen zwischen den Sätzen hinausgehen.
Stottern kann in sehr unterschiedlichen Formen auftreten:
● Wiederholung von Wörtern und Silben
● Wiederholung von Buchstaben
● Hörbares Verlängern von Lauten, dies ist häufig verbunden mit starker körperlicher Anspannung der Muskulatur, die am Sprechen beteiligt ist.
● Lautloses Pressen von Buchstaben
Weiterhin können als Begleitsymptome des Stotterns auftreten:
● Mitbewegungen im Gesicht, der Extremitäten und des Kopfes
● Schwitzen, Erröten Veränderung der Sprechatmung
● Vermeiden von bestimmten Wörtern, Satzumstellungen, Sprechen im Telegrammstil
● Vermeiden von Gesprächssituationen, Meiden von Gesprächspartnern
Wie entsteht Stottern?
Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt. Man geht heute davon aus, dass Stottern aufgrund verschiedener kombinierter Faktoren aus dem körperlichen und seelischen Bereich und aus Einflüssen durch die Umwelt entsteht.
Deshalb muss in jedem Einzelfall genau untersucht werden, welche Bedingungen für jeden Stotterer im Vordergrund stehen und zur Aufrechterhaltung seines Stotterns beitragen.
Wie sieht die Behandlung aus?
Zu Beginn werden im allgemeinen die Sprechschwierigkeiten und die damit verbundenen Verhaltensweisen beobachtet. Anschließend wird an der Verringerung der Angst vor dem Sprechen und vor Sprechsituationen gearbeitet. Es wird eine individuell angepasste neue Sprechweise mit dem Patienten erarbeitet, die er anfangs in bestimmten, von Therapeut und Patient festgelegten Situationen anwenden soll. Im letzten Therapieabschnitt soll die neue Sprechweise in den Alltag übertragen werden.
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